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Mike in tights

Der private Transvestiten Blog

Archive for the 'Erfahrungsberichte' Category

Trip nach Berlin

5. April 2010

Ihr wisst ja, wie das ist, wenn man einen Partner hat. Da muss man sich dann auch ständig in seine Verwandtschaft und in seinen Freundeskreis hineinziehen lassen; das bleibt ja gar nicht aus. Okay, natürlich läuft es auch mal umgekehrt, ich nehme Sonja ja auch mit zu meinen Freunden und den seltenen Besuchen bei meinen Eltern und meiner Schwester. Außerdem besucht man halt gemeinsam Veranstaltungen.

Aber wenn ich es mir so recht überlege, hängt unsere Waage dabei doch schwer im Ungleichgewicht.

Wir sind weit öfter mit Bekannten von Sonja zusammen, und gehen weit öfter auf Veranstaltungen, die sie ausgesucht hat, als dass es mein Kreis ist, in den ich sie hineinziehe. Keine Ahnung, wie das passiert ist; es ist eben so.

Nun kommt sie mit meinen Transenfreunden ja auch sehr gut klar, aber sie hat mir ganz unmissverständlich erklärt, dass sie keine Lust hat, allzu viel Zeit mit denen zu verbringen. Inzwischen hat sie nichts mehr gegen Transensex; das ist es also nicht. Aber mal abgesehen von Schminktipps und Einkaufstipps kann sie mit denen einfach nicht viel reden. Sagt sie jedenfalls.
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Eifersucht

8. März 2010

Ich fasse es wirklich nicht! Ihr erinnert euch an die geile Transe, die Sonja und ich während der Party Night für Transvestiten getroffen haben, die mit der Sonja getanzt mehr als geflirtet hat?

Schon auf der Party war ich, um ehrlich zu sein, rasend eifersüchtig, aber nachdem ich dann einen guten Freund vom Transen Netzwerk hier getroffen und mich gut unterhalten habe, habe ich mich dann nicht weiter um die beiden gekümmert.

Ich hatte ja die Hoffnung, wenn Sonja eine Transe erotisch findet, und sei es auch eine andere Transe, dass sie dann auch bei mir mehr Interesse an dieser speziellen Vorliebe zeigt, das nicht einfach nur mäßig interessiert hinnimmt, dass ich gerne selbst Frauenkleider trage und auch auf Männer in Frauenkleidern stehe, sondern sie findet es vielleicht am Ende total faszinierend.

Das könnte mir ja nur helfen. Ich hatte euch ja schon erklärt, dass alle Transen es sich wünschen (zumindest alle, die ich kenne), dass sie als solche, also als TV oder TS von ihren Partnern oder Partnerinnen anerkannt werden. Wenn für die das Anziehen von Frauenkleidern nur etwas ist, was ihnen zwar nichts ausmacht, sie aber auch nicht brennend interessiert, dann bleibt eben immer ein großer Teil unbefriedigt.

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Begegnung in Nylons

3. März 2010

Heute habe ich etwas erlebt, das muss ich euch unbedingt erzählen. Es war in der Mittagspause. Das Wetter ist noch schön genug, dass man die nicht unbedingt drinnen verbringen muss. Bei uns im Büro ist ganz in der Nähe ein wunderschöner Park; nicht groß, aber wirklich nett.

Wenn ich nicht mit den anderen Kollegen zum Essen gehe – und im Moment mache ich das höchst ungern, weil die Wirtschaftskrise auch bei uns zugeschlagen hat und wir derzeit wieder alle um den Fortbestand der Firma und damit um unseren Arbeitsplatz fürchten, die Gespräche also vorwiegend ziemlich deprimierend sind -, dann hole ich mir ab und zu in der Bäckerei im Supermarkt ein belegtes Brötchen und etwas Süßes und setze mich da auf eine Bank, um es zu essen.
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Froschkonzert

4. Januar 2010

Du meine Güte, neulich war was los, bei Sonja und mir. Wir streiten uns ja oft, aber so sehr sind bei uns noch nie die Fetzen geflogen.

Sonja wollte unbedingt auf ein Konzert gehen. Nun habe ich überhaupt nichts gegen Konzerte; ich liebe Musik. Das muss auch kein Rockkonzert sein, zwischendurch höre ich gerne auch mal Klassik oder Jazz oder so.

Die Band allerdings, zu deren Auftritt Sonja unbedingt hin wollte, die macht höchsten Katzenmusik. Formal schimpft sich das zwar Rock; die versuchen einfach, irgendwelche bekannten Rocksongs nachzuspielen. Aber so, dass wirklich jeder Karaoke-Abend einem mehr bringt.

Es sind einfach Freund von ihr, und sie wollte ihnen einen Gefallen tun. Wahrscheinlich damit sie bei ihrem Konzert nicht ganz alleine dasitzen … Viele Zuhörer können die nicht haben.

Ich habe mich prompt geweigert. Und vor allem habe ich was von einem “Froschkonzert” gesagt, was mir dann immer noch besser gefallen würde als das, was diese Freunde so Musik nennen.
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Transen Date

11. Dezember 2009

Es ist zwar jetzt schon eine Weile her, aber ihr wollt sicher noch wissen, was denn nun aus dem Date geworden ist, was meine Sonja mit dieser anderen Transe hatte. Ihr wisst ja noch – die zwei hatten auf der Transen Party ganz offen miteinander geflirtet und sogar herumgemacht.

Ich war total sauer und beleidigt und eifersüchtig – und irgendwie auch verblüfft. Da war ich jetzt schon eine ganze Weile mit Sonja zusammen, wir waren auch richtig verliebt ineinander, verstanden uns gut, es klappte beim Sex – und dann war ausgerechnet meine Transvestiten-Vorliebe dazwischen gekommen.
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Party Night

1. Oktober 2009

Nach dem Film Abend die Party Night …

In gewisser Weise war unser Filmabend, Sonjas und meiner, mit dem Transenfilm nicht so ein voller Erfolg. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie mich letztlich doch so nehmen wird, wie ich nun einmal bin.

Das ist etwas, wonach sich wahrscheinlich alle Transen sehnen; ob sie nun Transvestiten sind, Damenwäscheträger, Shemales oder Transsexuelle. Über die Unterschiede bei den verschiedenen Transen-”Richtungen” hatte ich euch ja schon einmal aufgeklärt.

Wir sind nun einmal in der Erotik ein bisschen anders; und das liegt bei mir nicht nur daran, dass ich gerne Frauenkleider trage, sondern auch daran, dass ich sehr stark bisexuell bin und auch den Sex mit anderen Männern liebe.
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Zufälle

27. Juni 2009

Manchmal schreibt das Leben wirklich die Zufälle. Also Kinners, das muss ich euch jetzt unbedingt erzählen!

Als ich noch Student war, war ich einmal eine sogar ziemlich lange Zeit in einen Mitstudenten namens Thomas verknallt. Ein echt süßer Kerl, groß, schlank, blond und sportlich. Und klug. Er war einfach der Schwarm aller Studentinnen, und der Professoren noch dazu, denn er war einer der besten Studenten im ganzen Semester. Nur ich war ab und zu noch ein wenig besser in den Klausuren. Was ihn auch manchmal ganz schön gefuchst hat, wie ich mich merkte.

Trotzdem war ich zwar eigentlich der “Semesterprimus”, aber bei den Girls und den Profs nicht halb so beliebt wie er; ich bin einfach nicht der Typ, der im Mittelpunkt steht und bewundert wird.

Wir haben manchmal zusammen gelernt, denn er hielt es für unter seiner Würde, mit Studenten zu lernen, die nicht “sein Niveau” hatten. Ihr seht also, der Kerl war auch ganz schön arrogant, aber das schreckte mich nicht. Wenn man richtig verliebt ist, ist man nun einmal verliebt.

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Memoriey

17. März 2009

Ich weiß, Kinners, eigentlich sollte es einem Mann nicht passieren, dass er heult. Aber wir Transen sind ja eh keine richtigen Männer. Wir sind halb Mann, halb Frau – und deshalb scheren wir uns einen Teufel darum, was man als Mann nun darf und was nicht. Als Transe darf man alles! Auch heulen. Vor allem wegen einer anderen Transe. Auch wenn man diese Transe nie persönlich kennenlernen durfte.

Aber damit ihr jetzt nicht denkt, nun ist der Mike total abgedreht und plemplem, sollte ich euch vielleicht mal erklären, warum ich es heute mit dem Heulen so habe. Das liegt an gestern Abend.

Sagt euch das Duo Mary & Gordy noch was? Eigentlich seid ihr ja viel zu jung dafür, die beiden noch zu kennen. Ich bin das im Prinzip auch, aber als Transe kennt man die zwei ja trotzdem.

In gewisser Weise haben Mary & Gordy nämlich die Transen sozusagen in der Gesellschaft hoffähig gemacht. Nachdem sie ihre teils witzigen, teils melancholischen Filme und Filmchen gedreht hatten und die bei den Zuschauern so absolut gut ankamen, hatte man es als Transe einfach irgendwie leichter.

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Jemine, Kinners, wo hat man nur manchmal seine Gedanken? Ich habe mir diese Woche irgendwann mal eine neue Strumpfhose gekauft. Das war dringend fällig; und als Transe sind solche Einkäufe ja so alltäglich wie Brot besorgen. Ich mache mir auch schon längst nichts mehr aus den manchmal doch etwas komischen Blicken der Verkäuferinnen und Verkäufer von Strumpfwaren.

Okay, meistens denken die ja, wenn ein Mann Nylons kauft, der besorgt die für seine Freundin. Aber in meiner großen Größe ist das dann schon etwas unwahrscheinlicher, da ahnen einige doch schon, diese Strumpfhosen sind für mich und nicht für irgendein weibliches Wesen bestimmt.

Warum ich meine Nylons nicht im Supermarkt besorge? Aber Kinners, wo denkt ihr hin?!? Da kriegt man doch einfach keine Qualität, sondern nur das Billigzeug. Das sind keine sexy Tights, das sind einfach billige Strumpfhosen.
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Transe in der Öffentlichkeit

10. November 2008

Gestern habe ich etwas gemacht, was ich normalerweise nie mache. Ich bin in aller Öffentlichkeit am helllichten Tag als Frau herumgelaufen. Wobei, es kommt schon öfter vor, dass wir Transen auch einmal einen Tagesspaziergang im weiblichen Outfit wagen, so ist das nicht.

Bloß halten wir uns dabei normalerweise weit entfernt von all den Orten und Plätzen, wo man uns womöglich trotz des Transen Outfits erkennen könnte – man weiß ja nie, wie andere Menschen darauf reagieren, und von mir wissen eben nur wenige, dass ich ein Transvestit bin – oder wo das sonst irgendwie Probleme verursachen könnte.

Allerdings war es dann so, als ich in die Tiefgarage zurückging, um mein Auto zu holen, fiel es mir ein, dass ich ja noch Geld holen musste. Und das war mir nun doch zu blöde, nur für den Gang zum Geldautomaten nach Hause zurückzukehren und mich umzuziehen.

Also bin ich schnurstracks im engen Minirock, mit meinen hochhackigen Sandaletten Größe 43 (online in einem Erotikshop speziell für Transen erworben), mit meiner ärmellosen Bluse und meinem Damenhandtäschchen zum Geldautomaten marschiert.

Und zwar zu dem Automaten, der direkt vor dem Hauptsitz meiner Bank steht, denn der ist unmittelbar neben der Tiefgarage.

Tja, Kinners – was soll ich euch sagen – wie es der böse Zufall so will, war der Geldautomat natürlich außer Betrieb.

Was jetzt, fragte ich mich entnervt. Ich hätte natürlich noch einmal loslatschen können und einen anderen Geldautomaten suchen. Schließlich hat meine Bank mehrere Filialen in der Stadt.

Aber so angenehm ist das Gehen in High Heels ja nun nicht. Ich bewundere die Frauen, die das so ganz selbstverständlich können und notfalls auch den ganzen Tag in hochhackigen Schuhen herumlaufen. Ich kann das nicht, und ich war ja nun auch schon eine ganze Weile unterwegs gewesen. Das war mir echt zu viel.

Also bin ich einfach so, wie ich war, an den Schalter marschiert und wollte mir ganz normal per Formular für die Barabhebung mein Geld holen.

Ein bisschen mulmig war es mir ja schon, denn zumindest wer auf Namen und Vornamen des Kontoinhabers achtet, weiß dann ja schon ganz genau, dass er eigentlich einen Mann vor sich haben müsste. Michael ist nun einmal kein weiblicher Vorname. Würde man mir jetzt womöglich unterstellen, ich hätte die ec-Karte dieses bewussten Michael geklaut, mir das Geld verweigern oder Schlimmeres?

Ich hoffte allerdings, dass ich auf eine/n Angestellte/n treffen würde, die/der sich das alles nicht so genau anschaute. Und meine Unterschrift war ja nun auch wirklich echt, von daher konnte nichts passieren.

Dachte ich.

Der kritisch prüfende Blick der Lady, die mich bediente, hätte mich schon misstrauisch machen müssen. Sie klang dann auch sehr streng und sehr böse, als sie mich nach meinem Personalausweis fragte.

So laut, dass es alle Umstehenden hören konnten, die mittlerweile aufmerksam geworden waren und mich neugierig anstarrten. Zumal sie sehr deutlich “Herr S.” zu mir gesagt hatte, aber da ja eindeutig eine Frau vor ihnen stand.

Ich wurde abwechselnd rot und blass. Nachdem ich mich ausgewiesen hatte, bekam ich allerdings mein Geld. Freundlicher wurde der Blick der Lady allerdings dabei nicht, und die Leute um mich herum kicherten und tuschelten zum Teil hörbar.

Auf wackeligen Knien wankte ich dann wieder aus der Bank hinaus. Und bin dort nun, ob ich es will oder nicht, als Transe geoutet.

Manchmal hat man eben einfach Pech!

posted by Janine | read users’ comments(0)