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Endlich Fasching

21. Oktober 2007

So, das Arbeitsessen ist hervorragend verlaufen. Wenn alles gut geht, kriegt unsere Firma tatsächlich bald eine kräftige Finanzspritze von diesem möglichen Investor, und wir können aufstocken. Dann ist nicht nur mein Job wieder sicher – momentan ist da alles ein wenig unklar, was die Zukunft angeht -, sondern es gibt auch ein paar dringend benötigte neue Mitarbeiter.

Drückt mir mal die Daumen, dass es klappt mit dem Investieren – das wäre doch zu fantastisch!

Aber ich wollte ja jetzt endlich von dem Fasching berichten, als ich zwölf Jahre alt war. Meine Eltern hatten gerade ein neues Haus gebaut und das Geld war arg knapp bei uns. Für die Faschingskostüme, die wir beide, meine ältere Schwester und ich, unbedingt haben wollten, war auf jeden Fall kein Geld da.

Meine Schwester gab sich dann damit zufrieden, dass meine Mutter ihr ein altes Tanzschulkleid und hochhackige Schuhe von sich gab. Das Kleid war zu weit, und die Schuhe waren zu groß, aber mit ein bisschen Abnähen und Ausstopfen ließ sich das beheben. Es war zwar nicht gerade der Traum meiner Schwester – Carola heißt sie übrigens, damit ich das auch mal erwähnt habe -, aber weit besser als nichts.

Oh, wie brennend ich meine Schwester in diesem Augenblick beneidet habe!

Zuerst dachte ich, der Neid stammte vorwiegend daher, dass sie nun ein Kostüm hatte und ich nicht, aber es ging doch tiefer. Wie ich kurz darauf feststellte.

Nachdem das geregelt war, überlegte meine Mutter nun nämlich laut, was wir denn mit mir machen; denn ich stand ja noch immer ohne Faschingskostüm da. Der Cowboy aus dem letzten Jahr war mir da schon zu klein gewesen und mittlerweile längst an einen Nachbarsjungen verschenkt worden.

Ich sollte doch einfach dasselbe kriegen wie sie, schlug Carola vor. Mein Herz schlug schneller. Ja, ein Kleid und Pumps von meiner Mutter, das hätte mir gefallen! Carola meinte aber, ich sollte einen alten Anzug meines Vaters nehmen. Ich verzog das Gesicht, und auch meine Mutter schüttelte den Kopf. Nein, das war keine Verkleidung.

Beinahe liebevoll strich sie, während sie überlegte, über das Kostüm, das meine Schwester im Vorjahr anhatte; ein Geschenk unserer Tante, der Schwester meiner Mutter (die leider nur selten so großzügig war und prompt im letzten Jahr für mich auch nur die Spielzeugpistole herschenkte, während das Cowboy-Kostüm meine Eltern kaufen mussten), ein echtes Prinzessinnenkostüm, ausgesprochen weiblich und umwerfend schön. Nur passte es ihr dieses Jahr auf jeden Fall nicht mehr; meine Schwester war noch mehr gewachsen als ich seit dem letzten Fasching.

„Dann kann er doch als Prinzessin gehen“, schlug Carola auf einmal übermütig vor; natürlich nur im Scherz.

Ich spürte ein Kribbeln zwischen den Beinen, das ich mir nicht so recht erklären konnte. Dieser Gedanke reizte mich ungemein, ich wusste auf einmal, ja, ich will das Kleid haben und anziehen.

Ob ich mich damit auch auf die Faschingspartys in der Schule und in der Nachbarschaft wagen würde, darüber dachte ich einstweilen noch nicht nach. Ich griff mir das Prinzessinnen-Kostüm, noch bevor es mir jemand wieder wegschnappen konnte, und verschwand damit in meinem Zimmer.

Carola, zuerst einfach nur sprachlos und überrascht, rannte mir sofort nach und hämmerte gegen die Tür. „Hey, gib das her!“ kreischte sie. „Das ist mein Kostüm!“

Ich reagierte nicht, und weil ich abgeschlossen hatte, kam sie auch nicht in mein Zimmer. Wo ich inzwischen das Prinzessinnen Kostüm überstreifte, komplett mit Ballerinas, blonder Löckchen-Perücke und Krönchen.

Es passte wie angegossen.

Nun noch ein wenig Schminke in mein pubertierendes Pickelgesicht, und jeder würde es mir abnehmen, dass ich ein süßes Mädchen bin, verkleidet als kostbare Prinzessin.

Nein, natürlich bin ich dann doch nicht als Prinzessin auf die Faschingspartys gegangen. Carola wollte sich ausschütten vor Lachen, als ich mich kurz darauf ganz stolz als Prinzessin vorstellte, und das Auslachen der anderen fürchtete ich doch zu sehr, um dieses Abenteuer zu wagen.

Aber danach wusste ich es auf einmal, ich bin anders; ich mag es unheimlich, Frauenkleider anzuziehen.

Als was ich dann schließlich an diesem Fasching gegangen bin wollt ihr wissen?

Als Harlekin. Aus einer alten Übergardine und ein bisschen Filz nähte meine Mutter mir Umhang und Narrenkappe.

Und wie ein Narr kam ich mir auch vor, auf das sinnliche Vergnügen des Prinzessinnen-.Kostüms verzichtet zu haben, aus Angst vor einer Blamage …

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