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Mike in tights

Der private Transvestiten Blog

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Freundinnen unter sich

27. Dezember 2007

Heute hatte ich ein Date. Nein, keine Angst – ihr habt nichts versäumt. Es ist noch nicht das große Date mit meinem Verehrer aus dem Stadtcafé; das ist erst morgen.

Aber was hat eine Frau, der ein Date bevorsteht? Richtig – Bammel davor, nicht hübsch genug zu sein, endlose Stunden Überlegung, was sie denn wohl anziehen soll, Kleiderproben, nach denen der halbe Kleiderschrank auf dem Bett und auf dem Boden ausgebreitet ist, nach denen man aber ebenso schlau ist wie vorher, weil man immer noch nicht weiß, wofür man sich entscheiden soll.

Und Transen geht es nicht anders.

Ganz nervös, mit einem durchdringenden Kribbeln im Magen und regelrecht Übelkeit vor Angst, was „er“ wohl zu meiner Aufmachung sagen wird, haben mich schließlich dazu gebracht, eine gute Freundin anzurufen und sie um Rat zu fragen. Nein, ich meine jetzt eine echte Freundin, also eine wirkliche Frau, keine andere Transe.

Wir beiden sind sozusagen beste Freundinnen; wir klagen uns immer gegenseitig unser Leid, wenn es wieder mal mit einer Beziehung nicht geklappt hat, wir beraten uns, wenn eine Beziehung am Entstehen ist oder zumindest mal am Horizont auftaucht. Was ja leider auch nicht alle Tage der Fall ist.

Das erste, was sie mich gefragt hat war: „Weiß der Typ denn schon, dass du in Wirklichkeit ein Mann bis?“

Tja, Kinners – mit der Frage hatte sie natürlich gleich voll ins Schwarze getroffen. Ich habe keine Ahnung, ob er das mitbekommen hat. Ich denke schon. Ich meine, die Stimme allein kann ja eigentlich schon nur von einem Mann stammen; wer sich meine Hände genau besieht, weiß auch, das sind keine Frauenhände, auch wenn es schöne Hände sind, wie mir schon viele bestätigt haben, Männer und Frauen.

Außerdem hat er mir so ausführlich davon berichtet, dass er bisexuell ist und auch auf Männer steht – das habe ich schon so verstanden, dass er durchgeblickt hat. Bloß – wissen weiß man’s natürlich nie, und falls er meine Verkleidung nicht durchschaut hat, dann steht ihm morgen Abend eine ganz schöne Überraschung bevor.

Und mir dann anschließend, wenn er seiner Empörung darüber Ausdruck verleiht, von mir hinters Licht geführt worden zu sein …

Das ist mir schon ein paar mal passiert, und Laura, meine beste Freundin – also die, die heute da war – hat das schon mehrfach auch live mitbekommen, wie mich das umwirft und mitnimmt, wenn mir so was passiert.

Aber was soll ich denn machen? Mir ein Schild umhängen „Ich bin eine Transe“? Ja, dann kann ich die ganze Verkleidung ja gleich sein lassen. Der Reiz für einen Transvestiten ist doch genau der, dass er so täuschend echt wie möglich ist als Frau. Trotzdem bleibt da ja immer das unerklärbare Etwas, das jedem zumindest auf den zweiten Blick und bei einem Flirt verrät, ich bin keine Frau.

Nun ja, ich werde es einfach abwarten, was morgen passiert. Im Moment würde ich die Verabredung ehrlich gesagt am liebsten wieder abblasen (ohne ihm einen zu blasen, um mal kurz zwischendurch etwas schlüpfrig zu werden …), denn Lauras Frage hat mir irgendwie total die Petersilie verhagelt.

Es ist Laura aber dann schnell gelungen, mich emotional wieder aufzurichten. Sie hat mir erklärt, dass man bei mir ja gar nicht anders kann als mich lieb zu haben und hat mich tüchtig geknuddelt.

Ja, und dann hat sie mir noch geholfen, das passende Transen Outfit für morgen Abend auszusuchen – ein schwarzes Kleid, scheinbar ganz durchsichtig, aus durchbrochenem Samt, das aber darunter einen ganz blickdichten Unterrock hat. Der eigentlich kein Unterrock ist, sondern den ganzen Körper bis hoch zu den Titten vor neugierigen Blicken schützt.

In Sachen Schminke habe ich von ihr auch einen ganz tollen Tipp bekommen; sie hat mir ein Make-up mitgebracht, das sie gerade entdeckt hatte. Es wirkt zunächst wie ein sehr cremiges Make-up, aber kurz nachdem man es aufgetragen hat wird es ganz matt; so, als ob man Puder aufgetragen hätte.

Den Puder kann man sich dabei aber sparen. Was richtig gut ist; denn Puder kann die zarte Gesichtshaut ganz furchtbar austrocknen. Und muss außerdem im Laufe eines Abends im Zweifel mehrfach wieder aufgetragen werden; was ganz schön nervt, wenn man gerade dabei ist, sich tief in die Augen zu sehen und unter dem Tisch Händchen zu halten.

Oder was man sonst noch so alles macht bei einem Date …

Jetzt lasse ich mich einfach mal überraschen. Viel schiefgehen kann ja nicht mehr; zumindest die Vorbereitungen sind perfekt; das Kleid muss ich gleich nur noch mal bügeln. Natürlich habe ich es nach dem Waschen gebügelt weggehängt, aber im Schrank hat es doch ein paar Knitterfältchen abbekommen.

Na, besser Fältchen am Kleid als Fältchen im Gesicht …

So, drückt mir die Daumen für morgen Abend – und wir hören uns bald wieder!

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