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Zufälle

27. Juni 2009

Manchmal schreibt das Leben wirklich die Zufälle. Also Kinners, das muss ich euch jetzt unbedingt erzählen!

Als ich noch Student war, war ich einmal eine sogar ziemlich lange Zeit in einen Mitstudenten namens Thomas verknallt. Ein echt süßer Kerl, groß, schlank, blond und sportlich. Und klug. Er war einfach der Schwarm aller Studentinnen, und der Professoren noch dazu, denn er war einer der besten Studenten im ganzen Semester. Nur ich war ab und zu noch ein wenig besser in den Klausuren. Was ihn auch manchmal ganz schön gefuchst hat, wie ich mich merkte.

Trotzdem war ich zwar eigentlich der „Semesterprimus“, aber bei den Girls und den Profs nicht halb so beliebt wie er; ich bin einfach nicht der Typ, der im Mittelpunkt steht und bewundert wird.

Wir haben manchmal zusammen gelernt, denn er hielt es für unter seiner Würde, mit Studenten zu lernen, die nicht „sein Niveau“ hatten. Ihr seht also, der Kerl war auch ganz schön arrogant, aber das schreckte mich nicht. Wenn man richtig verliebt ist, ist man nun einmal verliebt.

Natürlich habe ich ihn nie merken lassen, was ich für ihn empfand. Nicht einmal ansatzweise. Vor allem nicht, als er einmal sehr verächtlich und herablassend über Tunten und Transen geredet hat, die er beide nicht leiden konnte. Tja, und ich war und bin ja nun in gewisser Weise sogar beides …

Auch ohne das hätte ich allerdings nie eine Chance gehabt, bei ihm zu landen – nicht einmal, wenn ich keine Transe und kein Gay beziehungsweise bisexuell gewesen wäre. (Wobei er mir dann ja auch nicht gefallen hätte, aber mit solchen logischen Perfektionen wollen wir uns jetzt nicht weiter aufhalten.)

Dazu bin ich einfach zu durchschnittlich, um solche „Stars“ wirklich zu reizen. Das einzige, was mich aus der Masse hervorhebt, war eben nur das, was ihn abstieß – dass ich auf Frauenkleidung und andere Männer stand.

Ich habe lange schwer daran getragen, an dieser unglücklichen Liebe. Aber nun, das Leben geht weiter, man lernt neue Leute kennen, und wenn man solche Dinge auch nicht vergisst, so tun sie doch irgendwann wenigstens nicht mehr so sehr weh.

Weil er den Studienort gewechselt hat, während ich an der Uni geblieben bin, habe ich ihn irgendwann aus den Augen verloren. Ich hatte zwar seine neue Adresse und habe ihm auch einmal geschrieben – mit E-Mail und Chat und Internet war damals noch nicht so viel wie heute -, aber er hat auf meinen Brief nie geantwortet, und dann war es mir auch zu blöde, ihm nachzulaufen.

Letztes Wochenende habe ich Thomas aber wiedergetroffen. Und wisst ihr wo? In Frankfurt, auf einer riesigen Party. Und zwar einer Party für Tunten und Transen. Da war er, ganz unverkennbar, in schwarzem Leder, den Arm um ein junges Bürschlein gelegt, aufgetakelt wie eine süße unschuldige Jungfrau in Kleidchen und Strümpfen und Sandaletten, bestimmt gerade erst 20 oder so, und ganz eindeutig sein Lover.

Zuerst dachte ich ja noch, das gibt es doch nicht, ich muss mich getäuscht haben; aber ich habe mich sogar mit ihm ein bisschen unterhalten. Es war tatsächlich eben jener Thomas. Ich habe ihn dann mal nicht an seine dummen Sprüche über Schwule und Transvestiten erinnert. Diesmal habe ich mir aber auch seine Adresse nicht aufgeschrieben, ich habe ihm nur meine gegeben. Wenn er Lust hat, kann er sich ja bei mir melden …

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