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Mike in tights

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Das Traumkleid

10. August 2010

Manchmal komme ich mir wirklich wie eine Frau vor. Sonja berichtet mir, dass sie das von sich kennt, und ich habe es auch von vielen anderen Frauen schon gehört; sie sehen etwas, ein Kleid, ein Paar Schuhe, eine Handtasche, irgendwo im Schaufenster, im Internet oder in einer Zeitschrift, und müssen es unbedingt haben.

Diese ziehende Sehnsucht nach diesem ganz bestimmten Teil, das ist fast so, wie verliebt sein. Man kann an nichts anderes mehr denken, man bekommt Herzklopfen, man kann nicht schlafen …

Angefangen hat alles diese Woche Dienstag. Da bin ich, weil ich früher Feierabend hatte und wusste, Sonja ist noch nicht zuhause, noch ein wenig bei uns durch die Fußgängerzone geschlendert, und da habe ich entdeckt, dass in einem Laden, wo es früher allen möglichen Esoterik-Kram gab, jetzt eine neue Boutique aufgemacht hatte.

Die hatten im Schaufenster ein Abendkleid auf einem Mannequin drapiert (nicht auf einem lebendigen, sondern auf einer dieser Schaufensterpuppen), als ich das gesehen habe, hat es mich richtig wie ein Pfeil getroffen. Liebe auf den ersten Blick war das, ich kann es nicht anders beschreiben.

Das Kleid war rot, ärmellos, schulterlos, eigentlich nur ein schmaler Schlauch im Oberkörperbereich, mit einem breiten Stoffband als eine Art Gürtel in der Taille, gerade herunter bis zu den Knien, doch dann bauschte es sich um die Waden herum auf, mit Massen an Stoff.

An den Füßen trug die Schaufensterpuppe farblich passende rote Abendschuhe, hohe Absätze, vorne ein Riemen, und um die Fesseln ein Riemen mit einer Schleife an der Seite. Das war nicht einfach nur Abendgarderobe, das war ein Kunstwerk! Minutenlang habe ich davor gestanden.

Eine ganz wahnwitzige leise Stimme in mir sagte mir, dieses Kleid muss ich unbedingt haben. Lauter argumentierte dagegen meine Vernunft, dass Kleid und Schuhe erstens viel zu teuer waren – weit über 500 Euro beides zusammen, das kann ich mir eigentlich gar nicht leisten -, und das zweitens eine Boutique für Frauen war und nicht für Transen.

Irgendwann riss ich mich mit Gewalt von dem Schaufenster los und machte mich auf den Heimweg. Aber es half alles nichts – ich wurde den Gedanken an das Kleid mit den Schuhen nicht los.

Ich sah mich darin auf der nächsten Transen Fete auftauchen und wurde ganz kribbelig bei dem Gedanken.

Ein paar Tage lang hielt ich es aus, dann ging es nicht mehr. All meinen Mut fasste ich zusammen, tauchte in meinem Business Anzug in der Boutique auf und fragte mit leicht zitternder Stimme, ob sie dieses Kleid auch in 44 oder besser 46 hatten, und diese Schuhe in Größe 44.

Die hübsche Verkäuferin, blond, total sexy gekleidet, sah mich an. Ich fürchtete ein mitleidiges Grinsen oder ein schockiertes Schweigen, denn wenn sie auch nur ein bisschen Grips hatte, dann konnte sie es sich ja dann denken, dass ich Kleid und Schuhe für mich selbst haben wollte.

Sie lächelte auch tatsächlich, aber nicht mitleidig oder verächtlich, sondern sehr nett. Und meinte dann zu mir, da könne sie mir leider nicht weiterhelfen, aber ich solle doch in einer Stunde noch einmal kommen, dann sei ihre Chefin da.

Die war bereits vorbereitet, als ich wieder auftauchte. Sie erklärte mir, dass bei den Schuhen leider nichts zu machen sei; die gäbe es nur bis Größe 41. Das Kleid allerdings könne sie mir gerne in meiner Größe beschaffen. Ich war wie von Sinnen – und gab ihr den Auftrag, genau das zu tun.

Am Dienstag darauf, also eine Woche, nachdem ich das Traumkleid entdeckt hatte, durfte ich es auf meiner nackten Haut spüren; und das war ein so fantastisches Gefühl, dass ich es wirklich gekauft habe.

In die Tüte, mit der ich es nachhause transportiert habe, hatte die Chefin mir noch ein paar Prospekte getan – von Bezugsquellen für schicke Schuhe in Übergrößen, auch für Transen. Da war ein ähnliches Paar dabei wie die Schuhe, die ich im Schaufenster gesehen hatte. Die habe ich mir auch gleich kommen lassen.

Und da sage noch mal einer, als Transe würde man bloß Vorurteilen begegnen!

Sonja war von meinem neuen Outfit begeistert. Und ich warte jetzt auf die nächste Party, bei der ich es tragen kann!

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