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Mike in tights

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Urlaubs-Nachwehen

22. Oktober 2010

Beim letzten Mal hatte ich euch ja ein bisschen berichtet, dass und warum mir der Urlaub in diesem Jahr mit Sonja überhaupt nicht gefallen hat. Erstens stehe ich nun mal nicht so auf die typischen Touristenfallen, und dann war es überdeutlich, dass Sonja mich als Mann an ihrer Seite haben wollte und nicht als Transe.

Das habe ich ihr ein bisschen übel genommen. Ich meine, wann wenn nicht im Urlaub soll man sich endlich mal so geben dürfen, wie man ist? Wenn ihr das den anderen peinlich war – wieso stellt sie mich dann zuhause immer mal wieder gerne als Crossdresser zur Schau? Wo ist da der Unterschied?

Dann hatte sie noch etwas dagegen, dass ich mich näher mit der einzigen Frau befasste, die mich wirklich interessiert hat, mit der Animateurin, die eine Transsexuelle nach der Geschlechtsumwandlung hätte sein können.

Als wir dann wieder in Deutschland waren, war die Luft zwischen uns zum Schneiden dick. Und irgendwann gab es Krach. Mit dem Ergebnis, dass Sonja mich vor die Wahl gestellt hat, endlich ein richtiger Mann zu sein – oder sie würde sich von mir trennen. Sie hätte die Nase voll von dem ganzen Weiberkram, meinte sie.

Ich war natürlich wie vor den Kopf geschlagen. Klar, anfangs hatte ich schon befürchtet, dass sie mich als Transvestit nicht so richtig annehmen könnte, aber es sah doch dann eine ganze Weile richtig gut aus. Woher kam da bloß ihr plötzlicher Sinneswandel?

Wieder einmal stand ich vor einer Entscheidung, vor der ich schon einige Male gestanden habe, und darin bin ich ja nun kein Einzelfall – sondern jeder von uns hatte schon mit solchen Problemen zu kämpfen. Es ist die alte Frage – ist es besser, eine Beziehung zu haben, in der man nicht ganz glücklich ist? Also sollte man sich seinen Partner notfalls auch mit sehr weitgehenden Kompromissen zu erhalten versuchen? Oder bleibt nach zu vielen Kompromissen nicht mehr genügend von einem selbst übrig, als dass sich diese Beziehung noch lohnen würde?

Ihr kennt das; und ihr kennt das auch, dass die Antworten auf solche Fragen immer heillos schwierig sind – und selten eindeutig.

Viele Menschen tendieren in einer solchen Situation wohl dazu, sich nicht zu entscheiden, sondern einfach irgendwie weiter zu wurschteln. Nur, Kinnings – ihr wisst ja, wer sich nicht entscheidet, der entscheidet sich irgendwie auch. Für die Passivität. Dazu, seine Lebensumstände anderen und dem Zufall zu überlassen.

Irgendwie hatte ich dazu keine Lust. Und so froh ich auch war, als Sonja und ich zusammengefunden hatten, weil ich endlich wieder eine Freundin hatte, und dann auch noch eine, die – scheinbar wenigstens – mich als Transe akzeptieren konnte, so war doch irgendwie bei uns die Luft raus, wenn ich mal ganz ehrlich mir selbst gegenüber war. Der Urlaub hatte da nur etwas ganz deutlich gemacht, was schon länger am Schwelen war.

Und deshalb habe ich einen Entschluss gefasst. Ich habe Sonja eine Trennung vorgeschlagen; wenn auch erst einmal nur eine Trennung auf Zeit, damit wir beide mehr Zeit zum Überlegen haben, was nun irgendwann endgültig werden soll.

Sie schien total entsetzt – dabei hatte ich sie doch nur beim Wort genommen. Und jetzt hat sie erst einmal die meisten Sachen von sich gepackt, die sie nach und nach in meine Wohnung geschleppt hatte, wo wir uns ja vorwiegend aufgehalten haben, und ist zurück in ihre Wohnung.

Ich bin ja echt mal gespannt, was jetzt so aus uns beiden wird. Ich werde euch auf dem laufenden halten!

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